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Warum die Welt mehr Coaches braucht

Ich beginne diesmal mit einer sehr persönlichen Story, welche mir neue Sichtweisen und Erkenntnisse gebracht hat.


Als ich von meiner letzten längeren Reise wiedergekommen bin, war ich zugegebenermaßen alles andere als ausgeglichen und positiv eingestellt. Wenn ich von längeren Reisen komme ist es immer so, dass ich ziemlich Schwierigkeiten habe mich wieder in unser organisiertes und strukturiertes Deutschland einzuleben. Hingegen bleibt bei mir immer der Kulturschock andere Länder betreffend weitestgehend aus, bzw. trifft mich bei Weitem nicht so hart.


Bewährungsprobe für Freundschaften

Meine Reiserückkehrphasen sind auch für meine Freunde alles andere als einfach, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Ich hatte jeweils 2 tiefgehende Gespräche mit engen Freunden von mir, von beiden war ich eine Zeitlang ziemlich enttäuscht, da ich mich ein stück weit allein gelassen gefühlt habe und sie letztendlich in einer für mich schwierigen Phase nicht bzw. wenig da gewesen sind. In mir hat das wiederum das Gefühl ausgelöst, dass man immer nur für sich alleine kämpft und sich auf niemanden verlassen kann/sollte. (Achtung! So einfach entsteht ein negativer Glaubenssatz).


Nun ja, genau das habe ich letztendlich wohl auch ausgestrahlt.

“Niemand versteht mich!” “Keiner kann mir helfen!” Und es gab einen ziemlichen Negativitäts-overload.

Im Nachhinein ein stück weit nachvollziehbar, dass sich Menschen dann, wenn auch vielleicht unbewusst, von einem abwenden - denn wir leben ja alle immer mehr nach dem Motto “good vibes only”.


Alle haben mit ihren eigenen Problemen zu tun und da unsere Gesellschaft immer selbstreflektierter wird, nehmen diese auch nicht ab. Denn zum zusätzlichen Management unseres Alltags und unserer Work-Life-Balance kommt auch nochmal eine ordentliche Portion Persönlichkeitsentwicklung dazu.

Wer hat dann also bitte noch Zeit und Nerven, zusätzlich mit den Problemen oder negativen Vibes anderer Menschen zu dealen?


Erkenntnis und Veränderung des Blickwinkels

Aus anfänglicher Enttäuschung und infrage stellen von Freundschaften meinerseits, habe ich es geschafft, auch durch ein Gespräch mit den besagten Freunden, die ganze Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.


Es war nie die Absicht meiner Freunde, mich im Stich zu lassen. Wohl mehr haben sie sich nicht getraut mir mitzuteilen, dass die Zeit mit mir gerade keine “good vibes” bringt und sie sich hilflos mir gegenüber fühlten, denn sie wollten mich nicht zusätzlich zu meiner derzeitigen Misslage verletzen.


Trotz dass bei allem immer noch eine gewisse Enttäuschung mitschwingt, hat es mir auch die Augen geöffnet, dass sich die ganze Gesellschaft im Wandel befindet.


“Früher” (ich rede von ca. 10-15 Jahren eher) wurde jedes Problem und jede schwierige Phase zusammen mit Freunden durchgestanden und man war immer füreinander da. Irgendwie muss es dafür aber auch Kapazitäten gegeben haben. Und damit meine ich nicht nur Zeit- sondern auch Energiekapazitäten. Und ich glaube das ist der entscheidende Punkt.


Unsere Gesellschaft wird immer leistungsorientierter. Höher, schneller, weiter! Dazu kommt eine ordentliche Portion Social Media Overload, Podcasts, Tutorials wie etwas sein müsste und somit ein Vergleichen ohne Ende.

Das alles soll helfen dein Leben zu verbessern und das kann es auch. Nur mittlerweile existiert so viel von all dem, auf allen möglichen Plattformen, dass man sich auch schnell überfordert fühlen kann.


Es entsteht immer mehr der Druck, das Beste aus seinem Leben herauszuholen und wenn dann nicht der gewünschte Effekt eintritt, kann das in Frust umschwenken. Auch das Gefühl nicht gut genug zu sein und sich nicht genügend weiterzuentwickeln kann dadurch unterbewusst verstärkt werden. Deswegen haben alle auf verschiedene Art und Weise genug mit sich selbst zu tun.


Also finden Treffen mit Freunden im Idealfall statt, um eine gute Zeit zu haben - “quality time” wird es mittlerweile vermehrt genannt.

Quality time heißt also im besten Fall eine leichte und unbeschwerte Zeit zu haben.

Mit einer ordentlichen Ladung Probleme oder negativen Lebenseinstellungen erlebt man diese jedoch nicht. Also findet schnell mal ein Austausch statt und man sucht sich eben Leute mit denen die verbrachte Zeit auch eine gute “quality” hat.


So hart wie ich es jedoch gerade schreibe, meine ich es gar nicht, denn es ist im Umkehrschluss nachvollziehbar.

Was da stattfindet ist ein natürlicher Prozess und spielt sich tatsächlich mehr unterbewusst ab. Auch meine Freunde haben mich in dieser Phase nicht bewusst gemieden, sondern einfach intuitiv mehr Zeit mit Menschen verbracht, die Leichtigkeit in ihr Leben bringen - denn eins darf man ja nicht vergessen: jeder hat zusätzlich seine eigenen Probleme.


Und manchmal reicht die zur Verfügung gestellte Energie eben nur für unseren eigenen Kram aus und kann nicht noch mit einer anderen Person geteilt werden.


Dieses Muster wird sich in unserer Gesellschaft immer mehr verfestigen, denn der Druck durch all die Möglichkeiten, welche uns offen stehen + der nicht zu unterschätzende Einfluss des Internets, machen es uns nicht gerade leicht unsere eigene Energie effizient einzuteilen.


Ins Handeln kommen

Ich selbst habe mich dann in einer Phase der Orientierungslosigkeit zu einem Coach begeben und es war meine beste Entscheidung.

Ich habe gemerkt, dass mir Freunde oder Bekannte hier auch nicht weiterhelfen konnten, ich brauchte einfach Verständnis und gezielte Fragen um mich selbst wieder auf den richtigen Weg zu begeben. Eine neutrale Person, die mich und mein Gesagtes nicht wertet und mir neue Orientierungsmöglichkeiten sowie Zuspruch gibt.


Besser fühlen In Coaches finden sich Personen, die zuhören, dir helfen dich zu sortieren und im besten Fall neue Motivation und Stärke in dir hervor bringen.

Sie können also für einen Moment der Ersatz deines besten Freundes sein und es ist deren Aufgabe sich deine Probleme anzuhören und im richtigen Moment anzusetzen.

Noch dazu ist der Zeitraum eines Coaching, anders als bei einer Therapie, kurzzeitig und lösungsorientiert.

Du bekommst schneller einen Termin, die Abstände der Coaching Sessions werden individuell auf deine Bedürfnisse angepasst und man geht mit einem guten Gefühl heraus, weil man sich endlich verstanden fühlt.


Ein Gefühl, was einem selbst Freunde manchmal nicht mehr geben könne, da sie selbst verschiedene Sachen um die Ohren haben.

Außerdem liegt dein Glück in deiner Hand oder wie sagt man so schön “Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied”.

Also kümmer dich so gut du kannst um dich selbst und wenn du nicht mehr weiter kommst, dann hole dir Hilfe von außen - du wirst es nicht bereuen.


Findest du dich in diesem Artikel wieder? Mach noch heute den ersten Schritt und schreibe mir ganz unverbindlich eine E-Mail. Wir können zusammen zeitnah deine aktuelle Problematik unter die Lupe nehmen :)



<3-lich, Doreen








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