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Gedankenkraft

Aktualisiert: 13. Juni 2021

“Ich bin Ich. Ich bin, was ich denke.

Ich bin, was ich denke, was ich bin.

Und die Welt ist so, wie ich denke, dass sie ist, in meiner subjektiven Wirklichkeit.”


Dieser Spruch von Dr. Diethard Stelzl sagt eigentlich den Kernpunkt dieses Artikels schon aus. Dennoch möchte ich ein wenig tiefer in das Thema eintauchen, die Kraft unserer Gedanken nochmal verständlich darstellen sowie am Ende ein paar Methoden vorstellen, wie wir unsere Gedanken hinterfragen, reflektieren und positiv beeinflussen können.


Gedanken & Bewusstsein:

Unser Geist ist wie ein Rad, das sich endlos mit extremer Geschwindigkeit dreht. Mit jeder Umdrehung erzeugt es neue Gedanken. Wir denken am Tag etwa 60.000 - 80.000 Gedanken.

Unsere Gedanken sind sehr kraftvoll, formen unseren Charakter und kontrollieren bzw. steuern unser Leben. Durch Wiederholung gewinnen sie an Stärke.


Der Prozess des Denkens entsteht automatisch und die Qualität unserer Gedanken basiert auf Erfahrungswerten. Die Qualität unserer Gedanken wird also beeinflusst durch Prägungen aus unserer Kindheit und Jugend sowie den Werten welche wir vermittelt bekommen haben und leben.

Dabei beeinflusst alles (positive als auch negative) aus unserer Vergangenheit unser Verhalten und Denken - Bezugspersonen, Erlebnisse, Erfahrungen, zwischenmenschliche Beziehungen, einfach alles.


Unsere Gedanken werden also geformt und geprägt durch die Brille, durch die wir uns, unsere Mitmenschen, das Leben und die Welt um uns herum wahrnehmen.

Und wie wir Handeln, basiert auf unserem Denken. Und auf unseren Gefühlen, welche durch diese Prozesse ausgelöst werden.

Es entsteht also sozusagen ein Kreislauf.

All das ist in unserem Unterbewusstsein abgespeichert und läuft in Automatismen ab.




Unser Tag findet für uns zu 95% unbewusst statt.

Wir sind also zu 95% am Tag sozusagen auf “Autopilot” und denken gar nicht bewusst darüber nach was wir tun. Das liegt daran, dass verschiedenen Prozesse unseres Alltags im Gehirn abgespeichert sind und automatisiert stattfinden (z.B. Zähne putzen, Essen, usw.). Sie sind also in unserem Unterbewusstsein verankert.


Umso wichtiger ist es, deine Gedanken und die Einstellung zum Leben, zu anderen und zu dir selbst einmal genauer zu beobachten und zu reflektieren. Denn so wie du mit o.g. Punkten umgehst, so wird auch dein Leben und alles was du anziehst beeinflusst.


Gesetz der Anziehung

Das ganze Prinzip hat auch mit dem sogenannten Gesetz der Anziehung zu tun.

Was ich ausstrahle, ziehe ich auch an und andersherum.

Heißt soviel wie eine positives Mindset zieht Positivität in dein Leben, wogegen ein negatives Mindset Negativität in dein Leben zieht.


Denn all das schwingt auf bestimmten Frequenzen und manifestiert sich somit in dein Leben. Hast du also vorwiegend negative Gedanken, eine negative Weltanschauung oder bist gar negativ dir selbst gegenüber, dann strahlst du das auch aus, weil du die ganzen Zeit auf negativen Frequenzen “schwingst”.

Bist du jedoch positiv eingestellt, versuchst in allem etwas Gutes zu finden, hast eine positive Ausstrahlung und gehst gut mit dir selbst um, somit wirst du auch positive Umstände und Menschen in dein Leben ziehen, denn du schwingst auf einer positiven Frequenz. Denn mit unseren Gedanken wird auch unser Gehirn und unsere Wahrnehmung trainiert bzw. gepolt.


Glaubenssätze und Überzeugungen:

Wie schon oben erwähnt, werden unsere Gedanken durch unser Leben geprägt. Eine große Rolle dabei spielen vor allem Glaubenssätze und Überzeugungen, welche sich in unserer Kindheit geformt haben und tief in unserem Unterbewusstsein verankert sind. Uns somit unterbewusst begleiten und beeinflussen. Geraten wir also in ähnliche Situationen, wird unbewusst das selbe Reaktions- und Emotionsmuster abgespielt.


Glaubenssätze, positive sowie negative, haben Einfluss auf dein komplettes Denken, Handeln und die Art und Weise wie sich dein Leben entwickelt.

In diesem Fall stehen uns die negativen Glaubenssätze im Weg und hindern uns daran, eine andere Perspektive einzunehmen und unsere Gedanken anders auszurichten.

Wenn wir unsere Glaubenssätze also nicht überprüfen und bearbeiten, werden wir höchstwahrscheinlich nicht den Blickwinkel ändern können.

Denn es besteht ein großer Unterschied nur zu denken “ab heute denke ich positiver”, als aus einem Aha-Moment zu verinnerlichen, was uns eigentlich im Weg steht, um im Anschluss aus tiefstem Herzen und Überzeugung positiver zu denken und eine positivere Einstellung zum Leben zu bekommen.


Selbstliebe und Selbstannahme:

Eine große Rolle bei der Formulierung der Gedanken spielt unsere Einstellung zu uns selbst. Was denke und wie rede ich über mich selbst, welche Gefühle löst das in mir aus?

Auch wenn wir Personen treffen, an denen uns etwas stört, oder die wir besonders toll finden, lohnt es sich auch immer wieder den Blick auf uns selbst zu richten. Denn dort liegt meist der Knackpunkt.

Jemand hat etwas an sich, was ich überhaupt nicht mag. Warum? Welches Gefühl löst das in mir aus? Fehlt diese Eigenschaft vielleicht bei mir selbst und insgeheim hätte ich selbst gern mehr davon?

Oder jemand ist besonders toll. Warum? Welches Gefühl steckt dahinter?

Wir sind sehr oft im Vergleichen und da lohnt es sich immer wieder auf die damit verbundenen Gefühle zu schauen und zu hinterfragen, wo diese herkommen.


Wissenschaftliche Studien:

Es ist wissenschaftlich belegt, dass unsere Einstellungen und Erwartungen, also unser Gedankensystem, körperliche Reaktionen beeinflussen können.

Unsere Gedanken und Gefühle hängen eng zusammen, es ist ein ganzes System.

Auch zeigen Forschungen, dass unsere Gedanken sich auf körperliche Heilungsprozesse auswirken können.

Deswegen wirken auch Placebos. Patienten bekommen ein Medikament verabreicht und haben die Erwartung, dass es ihnen hilft. Allein diese Einstellung dazu hat gezeigt, dass Krankheitsverläufe positiv beeinflusst wurden, weil die Menschen an einen positiven Effekt geglaubt haben, ihn erwartet haben und sich somit in ihren Gedanken manifestiert haben.



Reflektion und Achtsamkeit:

Gedankenkreisen kann positiv beeinflusst werden durch Achtsamkeit. Das heißt die Gedanken nicht zu ignorieren oder wegzudrücken, sondern ihnen und den zugehörigen Gefühlen Raum geben da zu sein, sie nicht zusätzlich negativ bewerten und Verständnis entgegen bringen.


Methoden:

1. Journaling/ Gedankendownload

Eine weitere Möglichkeit ist, die Gedanken aufzuschreiben. Also eine Liste zu erstellen und alles was im Kopf herum kreist zu Papier zu bringen.

Durch das aufschreiben entsteht schon mal der Effekt, dass deine Gedanken überhaupt erstmal einen Platz bekommen, nämlich auf deinem Zettel. Du gibst ihnen somit Raum da zu sein und beachtest sie. Ein weiterer Effekt des aufschreibens ist, dass du danach wieder mehr Kapazitäten für neue Gedanken hast, denn du hast den kreisenden Gedanken endlich einen Platz und Beachtung geschenkt und den Kopf frei bekommen.


Ein kostenloses Worksheet für deinen Gedankendownload findest du hier.

Kombiniere damit gern Schritt 1/2 (je nachdem wofür du dich entscheidest) mit Schrittt 3 und 5 zusammen.


2. Meditation

Während einer Meditation sind meist Gedanken da, das ist ganz normal, vor allem wenn man erst mit Meditation anfängt, oder diese nicht regelmäßig betreibt. Deswegen ist meditieren eine gute Methode, deine Gedanken einmal zu beobachten. Gib ihnen bewusst Raum da zu sein und schreibe dir auch danach deine Gedanken auf.


3. Hinterfragen

Nun schaust du dir deine Gedanken an und überprüfst sie mit ein paar Fragen:

“Ist es ein Gedanke, oder ist es eine Tatsache?”

“Kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist, was ich denke?”

“Dient mir dieser Gedanke / tut er etwas für mich?”

“Was würde sich verändern, wenn ich anders darüber denke?”


4. Selbstannahme

Überprüfe einmal, wie du mit dir selbst sprichst. Siehst du dich eher selbstkritisch und lässt manchmal kein gutes Haar an dir? Oder gehst du liebevoll mit dir selbst um und nimmst dich an, wie du bist?

Versuche mit dir selbst umzugehen, wie du mit einer/m guten Freund/in umgehen würdest - hat er/sie z.B. Selbstzweifel, würdest du wahrscheinlich auch versuchen ihm/ihr diese zu nehmen.


5. Negative Gedanken umwandeln / Dankbarkeit

Hast du dennoch bestehende negative Gedanken, so kannst du versuchen diese in positive Affirmationen umzuwandeln bzw. dir deine Gedanken aus einer anderen Perspektive anschauen.

Hast du z.B. einen Job, der dich momentan überhaupt nicht erfüllt und an den deine Gedanken nur negativ behaftet sind, so kannst du dich z.B. fragen: “Was gibt mir dieser Job dennoch?” (Antworten können z.B. sein: ein geregeltes Einkommen, Sicherheit…) Du könntest dankbar sein für die Dinge, die dir durch diesen Job ermöglicht werden (Dach über dem Kopf, etwas zu essen).

Und du kannst deine negativen Gedanken in einen positiven umwandeln, indem du dir z.B. sagst “Bevor ich einen neuen Job habe / bereit bin zu gehen, gebe ich in diesem Job nochmal mein Bestes.


6. Visualisierung

Visualisierung hilft dir dabei, dein Unterbewusstsein und Deine Gedanken auf deine Ziele zu programmieren.

Zusätzlich, oder besser vor der Visualisierungsübung, solltest du auf jeden Fall mit den Schritten 1-5 arbeiten, denn deine Sicht der Dinge, deine Gedanken, kreieren dein Leben und deine Zukunft. Limitierst du dich also mit negativen Gedanken, bleibt dein Traum weiterhin weit weg, denn du befindest dich noch immer in deinem alten Gedankenmuster.


➺ Visualisierungsübung: stelle dir dein Ziel, deinen Traum, das was du erreichen willst, in Bildern vor deinem inneren Auge vor.

Male es dir im Kopf ganz genau aus, mit so vielen Details wie möglich

(Wo bist du, wie sieht deine Umgebung aus, was machst du, was hast du an, wer ist bei dir, wie lebst du, wie riecht es, welches Wetter…?).

Welche Gefühle kommen dabei in dir auf?

Schreibe dir auch hier danach alles genau auf.


Versuche diese Übung so oft wie möglich zu integrieren, im besten Fall täglich für ein paar Minuten. Somit lenkst du deine Gedanken in die Richtung deines Ziels und programmierst dein Gehirn dahin, täglich, bewusst oder unterbewusst, die richtigen Entscheidungen bzgl. deines Ziels zu treffen.



,,Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“






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